
Meet the (poor) Artist
Im Laufe des 2-monatigen Rechercheprojekts Klasse und (Auf)begehren am Fleetstreet-Theater hatten sich die Künstler*innen Jacqueline Saki Aslan und Marco Merenda aus autobiografischer, feministisch-intersektionaler Perspektive mit Erinnerungen an und Erfahrungen von Klassismus auseinandergesetzt. Es wurden einerseits persönliche Geschichten musikalisch, literarisch, szenisch und choreografisch aufgearbeitet. Andererseits wurden empowernde Pleasure- und Care-Praktiken entwickelt, die sich aus Elementen der Pop- und Mainstream-Kultur bedienen. Dabei hat das (selbst)bewusste Üben von Ausdauer und Hingabe eine zentrale Rolle gespielt. Die daraus entstandene Abend füllende Performance MEET THE [POOR] ARTIST bewegt sich irgendwo zwischen Varieté, Circle Training und Spieleabend mit dem Publikum.
© Jonas Albrecht
Einem geschenkten Gaul: Installation aus Notizen, Putzmitteln und hinterlassener Schmutzwäsche - was können wir heute daraus ziehen, dass die Themen Klassismus und Armut wieder bühnenreif werden?
Ausschnitt unseres Songs “Lashes to lashes” und Interviewausschnitte. Während die Audio beim Einlass läuft, begrüßen wir das Publikum, reinigen gleichzeitig das Theater, machen unser Warmup auf der Bühne - und übersetzen für das Publikum immer wieder, was unsere Eltern über ihre ersten Arbeitsjahre in Deutschland und ihren Arbeitskörper erzählen. Kein Ausruhen, Baby, just work it.