monuments

Die Arbeit „Monuments“ umfasst eine Kassettenrekorder-Installation, eine dreiteilige Serie bestickter Stoffdrucke, eine Landschaft aus Stoffskulpturen sowie eine Performance.

So wie indigenes Leben in der Geschichte immer wieder Verfolgung, Unterdrückung und Vernichtung ausgesetzt war und bis heute ist, ist auch die Audiokassette als „small media“ der Willkür seiner Besitzer*innen ausgeliefert. Gleichzeitig erhielt sie dank ihres subversiven Potentials Geschichte und Kultur ganzer Gesellschaften, indem sie Jahrzehnte lang über Landesgrenzen geschmuggelt wurde.

Die dreiteilige Serie “Silexerê uber alles” bildet die Überbleibsel des Dorfes Silexerê ab, das 2020 neben Hasankeyf und zahlreichen anderen Orten unter dem Wasser des Ilisu-Staudamms gewaltsam zerstört wurde. Vor beiden Werken türmen verlassene Stoffskulpturen, die die Geister der Vergangenheit nur noch erahnen lassen.

Wer erzählt und bildet vertriebenes und zerstörtes Leben ab, wenn die Geschichten nicht in Denkmäler aus Stein gemeißelt werden können? „Monuments“ ist der Versuch, eigene zu erschaffen.

Die Aufführung am 21.3.2022 war die performative Antwort auf „Monuments“ und das neueste êzîdîfuturistische Manifest, das die Abwesenheit selbstbestimmter diasporischer Identitäten thematisiert und Techno, Grunge und Noise als healing spaces reclaimt. Die Videoarbeiten wurden zu Beginn der Performance über dem Ebertplatz vorgeführt.

© Dirk Rose


Idee, Performance, Text, Videoarbeiten: Jacqueline Saki Aslan
Kuration: Havîn Al-Sindy
Sounddesign: Seba Kayan & Afra Bobo
Vocals: Saki, Mama & Su Zelal Das
Kostüm: Studio Dalia Hassan
Footage Courtesy of Selcan Emer & Susu

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